Wenn Dein Pferd nein sagt…

Neulich stach mir folgender Satz aus einem persönlichen Ausbildungskonzept einer Reiterin, die ihr Pferd selbst ausbildet, ins Auge:

„Sobald das Pferd Verweigerung oder Abneigung bezüglich eines eingeschlagenen Weges zeigt, sollte jeder verantwortungsbewusste Reiter seinen Plan überdenken und ihm zum Wohle des Pferdes abwandeln.“

Dieser Satz sollte in allen Reiterköpfen ständig präsent sein.

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Unsere Pferde sind uns zugetan. Sie kooperieren gerne mit uns. Ihrer Natur nach sind sie neugierig und somit offen für unsere Aufgaben. Wenn ein Pferd diese Aufgaben nicht erfüllt, kann es das oft nicht. Oder es versteht uns ganz einfach nicht.

Parelli drückt es so aus:

„Wenn Dein Pferd nein sagt, hast Du entweder die Frage falsch gestellt oder die falsche Frage gestellt.“

Das Pferd ist immer bereit für uns. In seiner Art gibt es keinen Egoismus. Wir wollen mit den Tieren auskommen, doch machen bewusst oder unbewusst eine Menge Dinge, die uns davon abhalten. Wir stehen uns selbst im Weg.

Das Tier kann nicht gleich wissen, wie etwas zu tun ist. Wir lassen dem Pferd keine Zeit zu lernen und das Gelernte zu festigen, wir lassen nicht zu, dass das Pferd die Dinge SELBER macht. Mitdenkt. Wir bevormunden es. Das Pferd kann Dinge herausfinden, wenn wir es ihm erlauben. Wir brauchen mehr Vertrauen.

„Wenn dein Pferd einen Fehler macht, so suche die Ursache bei Dir. Und solltest du sie nicht finden, dann suche gründlicher.“ (Egon von Neindorf)

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